Was ist Computersucht?
Computersucht, auch als Internet- oder Onlinesucht bekannt, beschreibt eine Abhängigkeit von digitalen Medien und dem Internet. Betroffene verbringen einen Großteil ihres Tages vor dem Computer, Smartphone oder Tablet und vernachlässigen dabei ihre sozialen Kontakte, Hobbies und sogar ihre Arbeit oder Schule. Die ständige Nutzung digitaler Medien kann negative Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit haben.
Ursachen und Risikofaktoren
Die Ursachen für Computersucht sind vielfältig. Oftmals spielt die Suche nach Anerkennung, Unterhaltung oder Flucht vor realen Problemen eine Rolle. Auch das soziale Umfeld kann eine Rolle spielen, zum Beispiel wenn Betroffene wenig soziale Kontakte haben und sich stattdessen im Internet verlieren.
Risikofaktoren für die Entwicklung einer Computersucht sind zum Beispiel eine hohe Affinität zu digitalen Medien, Einsamkeit, psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen sowie eine geringe Frustrationstoleranz.
Anzeichen und Folgen
Anzeichen für Computersucht können eine gesteigerte Reizbarkeit bei Entzugssymptomen, Vernachlässigung von sozialen Kontakten, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und eine Zunahme der Nutzungsdauer sein.
Die negativen Folgen von Computersucht können schwerwiegend sein und das persönliche und berufliche Leben stark beeinträchtigen. Dazu gehören unter anderem soziale Isolation, geringe Leistungsfähigkeit, Gesundheitsprobleme wie Nacken- und Rückenschmerzen sowie eine Vernachlässigung von wichtigen Aufgaben und Verpflichtungen.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung von Computersucht erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus psychotherapeutischer Unterstützung und digitalen Entzugsmethoden. Dabei ist es wichtig, die Ursachen für die Sucht zu erkennen und zu bearbeiten sowie alternative Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
Zusätzlich können Selbsthilfegruppen, Familientherapie oder auch medikamentöse Unterstützung helfen, die Computersucht zu überwinden. In jedem Fall ist es wichtig, frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um langfristige Folgen zu vermeiden.